Georg Büchner / Bilder

Buechner
Jakob Michael Reinhold Lenz (1751 – 1792). Anonyme Bleistiftzeichnung

»[...] er zeigte immer großen Verstand und ein ausnehmend teilnehmendes Herz; wenn die Anfälle der Schwermut vorüber waren, schien alles so sicher und er selbst war so liebenswürdig, daß man sich fast ein Gewissen daraus machte ihn zu argwohnen oder zu genieren. Man setze noch das zärtlichste Mitleiden hinzu, daß seine unermeßliche Qual [...] uns einflößen mußte. Denn fürchterlich und höllisch war es was er ausstand [...].«

Johann Friedrich Oberlin: Bericht über Lenz´ Aufenthalt im Steintal, hrsg. v. August Stoeber

»Klein, aber nett von Gestalt, ein allerliebstes Köpfchen, dessen zierlicher Form niedliche etwas abgestumpfte Züge vollkommen entsprachen; blaue Augen, blonde Haare, kurz ein Persönchen, wie mir unter nordischen Jünglingen von Zeit zu Zeit eins begegnet ist; einen sanften, gleichsam vorsichtigen Schritt, eine angenehme, nicht ganz fließende Sprache, und ein Betragen, das zwischen Zurückhaltung und Schüchternheit sich bewegend, einem jungen Manne gar wohl anstand.«

Johann Wolfgang Goethe: Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit

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Jakob Michael Reinhold Lenz (1751 – 1792). Anonyme Bleistiftzeichnung

Die in Büchners Dissertation enthaltenen Abbildungen.

Lithographien von F. Hagen