Kurzinhalt, Zusammenfassung: Das Erdbeben in Chili

Als sich die Nachricht eines in der Stadt abzuhaltenden Dankesgottesdienstes für die Überlebenden verbreitet, beschließen Jeronimo und Josephe, sich anzuschließen; ein Teil der Familie Fernandos verbleibt vor der Stadt. Zwei kleine Gruppen machen sich auf den Weg zurück nach St. Jago: Josephe Arm in Arm mit Fernando und dessen Sohn Juan, Fernandos Schwägerin Donna Constanze mit Jeronimo und dessen Sohn Philipp.

In St. Jago ist die Kirche bei der Ankunft der Familien indessen zum Anziehungspunkt einer Menschenmasse geworden. Der den Priester vertretende Chorherr beginnt den Gottesdienst mit einer Rede über das Erdbeben als „Weltgericht“, das als Folge des Sittenverfalls über St. Jago hereingebrochen sei und bezieht sich dabei ausdrücklich auf den „Vorfall“ im Klostergarten. Jeronimo und Josephe erkennen die Gefahr, in der sie sich befinden. Allerdings werden sie, noch bevor es ihnen gelingt, die Kirche heimlich zu verlassen, von den Kirchenbesuchern erkannt und von ihnen als „diese gottlosen Menschen“ angeklagt.

Aufgrund der vermischten Konstellation beider Familiengruppen kommt es zu Verwechslungen, die Stadtgesellschaft wird infolge dessen nur noch aggressiver. Don Fernando und Jeronimo verlassen mit den Frauen und Kindern die Kirche, werden aber von einem „rasenden Haufen“ verfolgt und auf dem Vorplatz der Kirche mit Keulen angegriffen. Es kommt zu einem blutigen Gemetzel, in dem Jeronimo, Josephe und Donna Constanze ums Leben kommen und an dessen Ende Don Fernandos kleiner Sohn Juan „an eines Kirchenpfeilers Ecke zerschmettert“ wird.

Erst nach einigem Zögern erstattet Don Fernando seiner vor der Stadt verweilten Frau „von dem ganzen Umfang des Unglücks“ Bericht. Das Ehepaar beschließt, die Waise Philipp als Pflegesohn anzunehmen. Der letzte Satz der Erzählung vermerkt, dass „wenn Don Fernando Philippen mit Juan verglich, so war es ihm fast, als müsst er sich freuen.“