Leben und Werk von Paul Celan

Autor des Monats im April 2010

40. Todestag am (wahrscheinlich) 20. April 2010 und 90. Geburtstag am 23. November 2010

War es im letzten Jahr die Veröffentlichung seines Briefwechsels mit Ingeborg Bachmann, die Paul Celan nach längerer Zeit wieder in das literarische Rampenlicht gebracht hat, ist es in diesem Jahr das Doppeljubiläum des 1920 in der damals rumänischen Bukowina geborenen Lyrikers, der mit bürgerlichem Namen Paul Antschel heißt.

Bis heute sind weder die genauen Umstände noch das genaue Todesdatum geklärt – Celan ist freiwillig aus dem Leben geschieden, soviel scheint sicher, und er beendete sein Leben in der Seine, denn in diesem Fluss wurde Anfang Mai sein Leichnam geborgen, was einen Schlussstrich setzte unter ein bewegtes Leben mit einigen Höhen, aber auch zahlreichen Tiefen.

Autor des Monats im April 2009

Der aus der Bukowina stammende Paul Antschel ist im letzten Jahr durch die Veröffentlichung seines Briefwechsels mit Ingeborg Bachmann urplötzlich wieder in das Blickfeld des Interesses gerückt. Seither erleben seine dem Symbolismus und Surrealismus verhafteten Dichtungen ein wachsendes Interesse – kurios vor allem deshalb, weil sich immer wieder beobachten lässt, wie sehr nach Veröffentlichung dieses Briefwechsels sowohl bei Bachmann als auch bei Celan Person und Kunst wieder miteinander verwoben werden.


Zitate von und über Leben und Werk von Paul Celan :

»Erreichbar, nah und unverloren blieb inmitten der Verluste dies eine: die Sprache.«

Paul Celan (Bremer Ansprache)

»Meine Damen und Herren, ich finde etwas, das mich auch ein wenig darüber hinwegtröstet, in Ihrer Gegenwart diesen unmöglichen Weg, diesen Weg des Unmöglichen gegangen zu sein. Ich finde das Verbindende und wie das Gedicht zur Begegnung Führende. Ich finde etwas – wie die Sprache – Immaterielles, aber Irdisches, Terrestrisches, etwas Kreisförmiges, über beide Pole in sich selbst Zurückkehrendes und dabei – heitererweise – sogar die Tropen Durch-kreuzendes –: ich finde... einen Meridian.«

Paul Celan (Büchnerpreis-Rede)

»Der Tod ist ein Meister aus Deutschland, sein Auge ist blau.«

Paul Celan (Die Todesfuge)

»Die Kunst ist mit allem zu ihr Gehörenden und noch Hinzukommenden auch ein Problem, und zwar, wie man sieht, ein verwandlungsfähiges, zäh- und langlebiges, will sagen ewiges.«

Paul Celan


Zitate von und über Leben und Werk von Paul Celan :

»Die Kunst ist mit allem zu ihr Gehörenden und noch Hinzukommenden auch ein Problem, und zwar, wie man sieht, ein verwandlungsfähiges, zäh- und langlebiges, will sagen ewiges.«

Paul Celan