Leben und Werk von Friedrich Hölderlin

Autor des Monats im März 2010

Friedrich Hölderlin (1770-1843)

240. Geburtstag am 20. März 2010

Das letztjährige Hölderlin-Jubiläum – seinen 166. Todestag am vergangenen 7. Juni – gehörte noch zu den weniger beachteten Gedenktagen. 2010 ist dies anders – Hölderlins Geburtstag jährt sich zum 240. Mal und bietet den Anlass für eine Reihe von Veranstaltungen und Feierlichkeiten zu Ehren dieses großen deutschen Dichters, der auch einigen bedeutenden Literaturpreisen seinen Namen gab.
Seine wichtigsten Texte sind in der Zwischenzeit digitalisiert, es existieren Linksammlungen zu mehr oder weniger umfassenden Hölderlin-Bibliographien und auch sonst finden sich noch eine Reihe interessanter Internet-Seiten mit Informationen zu Dichter und Werk – nur lesen muss man nach wie vor selbst.

Autor des Monats im Juni 2009

Hölderlin verdankt die deutsche Lyrik einen ihrer Höhepunkte, denn sein Werk nimmt bereits um 1800, der Zeit der Weimarer Klassik und der Frühromantik, eine unbestrittene Sonderstellung ein. Zwar sind seine Gedichte nach 1848 zunächst fast in Vergessenheit geraten, doch zu Beginn des XX. Jahrhunderts wird Hölderlin nicht zuletzt durch Stefan George wiederentdeckt. Heute ist vor allem Hölderlins Spätwerk aus der deutschsprachigen Literaturgeschichte nicht mehr wegzudenken.

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Zitate von und über Leben und Werk von Friedrich Hölderlin:

Gestern ist auch Hölterlein bei mir gewesen, er sieht etwas gedrückt und kränklich aus, aber er ist wirklich liebenswürdig und mit Bescheidenheit, ja mit Ängstlichkeit offen ... Ich habe ihm besonders geraten, kleine Gedichte zu machen und sich zu jedem einen menschlich interessanten Gegenstand zu wählen.

Johann Wolfgang Goethe

Gewiß ist mir auch bei diesem Hölderlin, als müsse eine göttliche Gewalt wie mit Fluten ihn überströmt haben, und zwar die Sprache, in übergewaltigem raschen Sturz seine Sinne überflutend und diese damit ertränkend; und als die Strömungen verlaufen sich hatten, da waren die Sinne geschwächt und die Gewalt des Geistes überwältigt und ertötet.

Bettina Brentano

Es ist begreiflich, wenn mancher wie Hölderlin auf dem Kampfplatz blieb.

Joseph von Görres

Einer ging im Schwunge noch über Schiller hinaus, Goethe meinte, er ginge zu weit, ... doch war es nicht so, es war nur ein Hinüber, ein neuer, unbefahrener Ozean, sein eigenes Gemüt. Ich rede von Hölderlin und seinem Hyperion ...

Hugo von Hofmannsthal

Lies doch gelegentlich den Hyperion wieder ... Am Ende sieht das Ganze doch nur wie ein rührendes Zerrbild aus, lauter einzelne, unvergleichlich wahre und schöne Lyrika, ängstlich auf eine Handlung übertragen. Der Eindruck des Lesers ist der peinlichst-glücklichst-komplizierteste.

Eduard Mörike

Hölderlin hat einen kleinen Roman, Hyperion ... Er hat recht viel Genialisches, und ich hoffe auch noch einigen Einfluß darauf zu haben ... An Talent fehlt es ihm gar nicht, einmal in der literarischen Welt etwas rechtes zu werden.

Friedrich Schiller

Der Hyperion verdient die Unsterblichkeit so gut als Werther und besser als die Messiade ... Hyperion ist Ein Guß der größten, reinsten Seele. -O Gott- dieser Hyperion ist ... fürchterlich schön.

Wilhelm Waiblinger

Weder Lavater noch Klopstock, noch irgendein Zeitgenosse Hölderlins kann als Funke seiner Flamme betrachtet werden; was ihn erleuchtet, kommt aus weiter Ferne.

Achim von Arnim

Die Sprache ist ein großer Überfluß.

Friedrich Hölderlin


Zitate von und über Leben und Werk von Friedrich Hölderlin:

Gestern ist auch Hölterlein bei mir gewesen, er sieht etwas gedrückt und kränklich aus, aber er ist wirklich liebenswürdig und mit Bescheidenheit, ja mit Ängstlichkeit offen ... Ich habe ihm besonders geraten, kleine Gedichte zu machen und sich zu jedem einen menschlich interessanten Gegenstand zu wählen.

Johann Wolfgang Goethe