Leben und literarisches Werk von Kurt Tucholsky

Autor des Monats im Januar 2010

Kurt Tucholsky (1890-1935); 120. Geburtstag am 9. Januar

„Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger...“

Diesen geistreichen Satz verdanken wir dem Journalisten und Schriftsteller Kurt Tucholsky, der zu den wichtigsten Publizisten der Weimarer Republik zählt. Seine Tätigkeit beschränkte sich aber beileibe nicht nur auf gesellschaftskritische Publikationen, sondern Tucholsky machte unter anderem auch als Liedtexter, Film- und Literaturkritiker, Pazifist und Antimilitarist von sich reden, der die Gefahren des Nationalsozialismus klar erkannte und benannte.

In diesem Jahr jährt sich sein Geburtstag zum 120. Mal, doch seine Schriften sind alles andere als verjährt und altmodisch – der Mensch hat sich seit Tucholskys Zeiten praktisch nicht verändert, und deshalb gelten auch seine bonmots nach wie vor. Oder hat Tucholsky etwa nicht Recht, wenn er konstatiert:

„Dumme und Gescheite unterscheiden sich dadurch, dass der Dumme immer dieselben Fehler macht und der Gescheite immer neue...“


Zitate von und über Leben und literarisches Werk von Kurt Tucholsky:

„Aber das rufe ich dir noch nach: Besser seid ihr auch nicht als wir und die vorigen. Aber keine Spur, aber gar keine –“

Kurt Tucholsky

„… denn wer glaubt in Deutschland einem politischen Schriftsteller Humor? dem Satiriker Ernst? dem Verspielten Kenntnis des Strafgesetzbuches, dem Städteschilderer lustige Verse? Humor diskreditiert.“

Kurt Tucholsky

„Was in dem Buch da ist, das weiß ich schon. Eine bessere Zeit und meine ganze Jugend.“

Kurt Tucholsky über „Rheinsberg“

„Die Gleichgültigkeit so vieler Menschen beruht auf ihrem Mangel an Phantasie.“ (Schloß Gripsholm)

Kurt Tucholsky

„Glücklich sein, aber nie zufrieden. Das Feuer nicht auslöschen lassen, nie, nie!“

Kurt Tucholsky

„Die alte Ordnung, die heute noch genau so besteht wie damals, nahm und gab dem Deutschen: sie nahm ihm die persönliche Freiheit, und sie gab ihm Gewalt über andere.“

Kurt Tucholsky

„Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

„Deutschland ist ein gespaltenes Land. Ein Teil von ihm sind wir. Und in allen Gegensätzen steht – unerschütterlich, ohne Fahne, ohne Leierkasten, ohne Sentimentalität und ohne gezücktes Schwert – die stille Liebe zu unserer Heimat.“

Kurt Tucholsky

„Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.“

Kurt Tucholsky

„Der Tiger gähnt. Er käm so gern geloffen … Doch seines Käfigs Stäbe halten dicht. Und ließ der Wärter selbst die Türe offen: Man geht ja nicht.“ (Im Käfig, 1918)

Kurt Tucholsky


Zitate von und über Leben und literarisches Werk von Kurt Tucholsky:

„Der Tiger gähnt. Er käm so gern geloffen … Doch seines Käfigs Stäbe halten dicht. Und ließ der Wärter selbst die Türe offen: Man geht ja nicht.“ (Im Käfig, 1918)

Kurt Tucholsky