Kurzinhalt, Zusammenfassung: Hörspiele

Ein Geschäft mit Träumen
Das erste Hörspiel von Ingeborg Bachmann thematisiert Zeit. Laurenz wohnt und arbeitet in Wien. Während eines Abendspaziergangs führt ihn sein Weg in ein Geschäft, in dem er Träume kaufen kann. Neugierig geworden, lässt er sich einige Träume zeigen. Aber er kann sich nicht entscheiden, denn die Träume sind nicht mit Geld zu kaufen, sondern nur für eigene Lebenszeit zu bekommen.

Die Zikaden
In ihrem zweiten Hörspiel von 1954 verlegt Ingeborg Bachmann den Handlungsort auf eine südländische Insel. Dort treffen mehrere Flüchtlinge aufeinander, deren Lebensgeschichten erzählt werden. Als Gegenbild dient eine Strafinsel in direkter Nachbarschaft, von der ein Gefangener herüberkommt. Es sind nicht nur Kriegsflüchtlinge, sondern auch Menschen, die mit der Wirklichkeit nicht zurecht kommen und dieser entfliehen wollen. Antonio aber, einziger Einheimischer in dieser Konstellation, zeigt, dass Flucht nicht möglich ist.

Der gute Gott von Manhattan
Jan ist ein Europäer auf Reisen, der eigentlich nach Cherbourg zurückreisen möchte. Am Grand Central Bahnhof trifft er Jennifer, die er auf einer Party kennen gelernt hat. Jennifer ist 23, Studentin der Politik und kommt aus Boston. Sie spricht ihn an, die beiden verbringen den Tag in New York, es ist Hochsommer. Nach Stadtbummel, Essen und Barbesuch landen sie in einem Stundenhotel, verbringen noch einen Tag und eine Nacht in der Stadt, quartieren sich in besseren Hotels ein, in immer höheren Stockwerken. Ein Trennungsversuch scheitert. Als Jan seine Schiffspassage stornieren möchte, bleibt Jennifer in einem Hotelzimmer im 57. Stock zurück. Als Jan in einer Bar einkehrt, hört er im Radio eine Explosion: ein Bombenattentat in ihrem Hotel, Jennifer ist tot. Die tragische Liebesgeschichte ist eingebettet in ein Gespräch zwischen einem Richter und dem ‚guten Gott’, dem vorgeworfen wird, die Frau ermordet zu haben.