Interpretation Kinder auf der Landstraße

Das Ich denkt an einen typischen Nachmittag und Abend in seiner Kindheit zurück, an das absichtslose Sitzen auf einer Schaukel und das Beobachten von Passanten oder in der Luft fliegenden Vögeln, an das Abendessen, das Herumsitzen und das nächtliche Ausreißen mit den Spielkameraden, an das Laufen, Springen und Herumtoben auf der menschenleeren Landstraße, an die Heimlichkeiten und an den oftmaligen Mutwillen sowie an den Zauber des gesamten Lebens. Und es vergegenwärtigt sich zugleich den schwebenden Gemütszustand von damals, die stumme Gleichgültigkeit und die tiefe Empfänglichkeit für die alltäglichen Geschehnisse, die Verlorenheit in einer Welt, die es nicht kannte und vielleicht immer noch nicht versteht und in der es sich gleichwohl mit kindlichem Eifer behaupten musste.

Die Bruchstücke der mitgeteilten Gespräche verraten Unsicherheit und eine Lust am Phantastischen; die Knaben drücken sich zum Teil auf eine betont altertümliche Weise aus ("Keine Gnaden"), als wollten sie sich und dem Gesagten damit Bedeutung verleihen. Zugleich treibt es sie, sich auszutoben, zu laufen und aus vollen Kehlen zu singen. In der Nacht fühlen sie sich unbeobachtet und glauben sich ausleben zu dürfen.