Kurzinhalt, Zusammenfassung: Der Gehülfe

Der etwas schüchterne Joseph Marti nimmt seine Arbeit als Gehilfe des Ingenieurs Carl Tobler in Bärenswil am Zürichsee auf. Tobler ist ein prahlerischer Typ, der in der repräsentativen Villa Abendstern residiert und mit seltsamen Erfindungen sein Geld zu machen versucht. Sein ganzes Vermögen hat er in die Entwicklung einer Reklame-Uhr gesteckt, für die er jedoch keinen Abnehmer findet. Josephs erste Aufgabe besteht darin, freundliche Briefe an die Kreditgeber Toblers zu schreiben. Später soll er Investoren für weitere Erfindungen anwerben, fühlt sich damit aber überfordert. Als der Kapitalist und mögliche Geldgeber Johannes Fischer die Villa Abendstern besucht, lässt er diesen zum Ärger Toblers ziehen, ohne ein Geschäft vereinbart zu haben.

Toblers Tochter Silvi wird von allen Hausbewohnern und insbesondere von der Magd Pauline misshandelt. Simon nimmt sich vor, bei Tobler ein gutes Wort für Silvi einzulegen.

Immer deutlicher wird die brenzlige finanzielle Situation des Erfinders. Als Joseph sein Gehalt einfordert, bekommt Tobler einen Wutanfall. Wie sich bald herausstellt, wird er von zahlreichen Gläubigern unter Druck gesetzt. Er erfindet den Krankenstuhl – eine Fehlkonstruktion, die den Bankrott niemals wird abwenden können. Als wegen ausstehender Zahlungen der Strom im Haus abgestellt wird, bittet der Erfinder in letzter Instanz seine Mutter um finanzielle Unterstützung – vergeblich.

Joseph nimmt allen Mut zusammen und spricht Tobler auf die Misshandlungen von Silvi an. Der Ingenieur ist jedoch viel zu erschöpft, um sich wirklich für seine Tochter zu interessieren. Es ist Weihnachten, dann Neujahr, im Hause Tobler scheint man den unabwendbaren Bankrott akzeptiert zu haben. Joseph packt schließlich seine Sachen und verlässt die Villa Abendstern in eine ungewisse Zukunft.