Kurzinhalt, Zusammenfassung: Der Zauberberg

Der angehende Hamburger Kaufmann Hans Castorp fährt im Alter von 24 Jahren in die Schweizer Alpen, um dort seinen Vetter Joachim in einem Sanatorium zu besuchen. Sein Besuch ist auf drei Wochen angelegt. Castorp beginnt die Kur seines Vetters zu begleiten und findet großes Gefallen an der langen Mittagsruhe, den umfangreichen Mahlzeiten und den ausgiebigen Spaziergängen. Als Castorp etwas Fieber bekommt und der Chefarzt des Sanatoriums seinen Gesundheitszustand als bedenklich einstuft, fühlt er sich von dem Interesse an seiner Person geschmeichelt und beschließt, seinen Aufenthalt auf unbestimmte Dauer zu verlängern.

Auf den gemeinsamen Spaziergängen mit Joachim lernt Castorp den italienischen Intellektuellen Lodovico Settembrini kennen, der ihn bedrängt, das Sanatorium schnellstmöglich zu verlassen. Castorp ist zwar beeindruckt von der eloquenten Art des Italieners, kommt dessen Rat jedoch nicht nach. Grund dafür ist auch die junge Russin Clawdia Chauchat, in die Castorp sich während der täglichen Mahlzeiten im Speisesaal verliebt hat. Während der Fastnachtsfeier kommen die beiden sich tatsächlich näher; am nächsten Tag reist Chauchat allerdings ab, auch wenn sie eine mögliche Rückkehr in das Sanatorium in Aussicht stellt.

Gesundheitlich ist es ein ständiges Auf und Ab. Joachim will unbedingt entlassen werden und seinen Dienst als Soldat antreten, er wird aber wegen immer neuer Lappalien weiter krankgeschrieben. Auf Castorps Lunge sind dunkle Flecken entdeckt worden, er hat sich aber gut im Sanatorium eingelebt und fühlt sich nicht unwohl. Er stellt naturwissenschaftliche Studien an und lässt sich von Settembrini die Welt erklären. Besonders interessant wird es, als ein weiterer Gelehrter zu der Gruppe stößt, der Jesuit Leo Nephta, der politisch radikaler ist als Settembrini und dessen humanistisch-demokratischen Idealen entgegensteht. Castorp lauscht den philosophischen Streitgesprächen der beiden und ist hin- und hergerissen zwischen den Ideologien.