Kurzinhalt, Zusammenfassung: Das Marmorbild

Florio lernt kurz vor seiner Ankunft in Lucca den berühmten Sänger Fortunato kennen und besucht mit ihm ein Fest. Zwei der Gäste erregen Florios Interesse: seine Tischnachbarin, "das Mädchen mit dem Blumenkranze", der er sich zaghaft nähert, und der bleiche, wüste Ritter Donati mit dem irren Blick.

In der Nacht kann er nicht schlafen und entdeckt auf seiner Wanderung an einem Weiher eine marmorne Venusstatue, deren Anblick ihn aufwühlt. Als er sie am nächsten Tag wieder aufsuchen will, kann er sie zwar nicht wiederfinden, sieht aber eine schöne Frau, die der Statue unheimlich gleicht. Von Leidenschaft zu ihr hingerissen, bemüht er sich um ihre Bekanntschaft, wobei der rätselhafte Donati ihm Hilfe verspricht, da er die Dame kennt.

Auf einem Maskenball in einem Landhaus trifft er wiederum eine mysteriöse Dame, als Griechin verkleidet und maskiert. Auch von dieser fremden Schönen fühlt er sich angezogen. Die 'Griechin' verwirrt Florio sehr, da er sie auf einmal neben sich und zugleich am anderen Saalende stehen sieht. Als sie verschwindet, sucht er sie und kann sie im Garten beim Singen eines Liedes belauschen. Er erkennt in ihr die schöne Dame, die der Statue gleicht.

Florio, von Sehnsucht übermannt, wird einige Tage später in das Schloss der schönen Dame geführt. Während der Begegnung mit ihr ertönt vor dem Fenster ein altes christliches Lied: plötzlich werden die Statuen und die Figuren auf den Wandteppichen lebendig, von Entsetzen gepackt stürzt er hinaus. Als er in Lucca ankommt, graut der Morgen; er beschließt abzureisen.

Auch Fortunato verlässt die Stadt, und Florio schließt sich ihm und seinen zwei Begleitern an. Die Begleiter entpuppen sich als "das Mädchen mit dem Blumenkranze", Bianca, und ihr Onkel. Fortunato berichtet in einem Lied vom Zauber der heidnischen Venus, die einmal im Jahr wieder unter den Menschen weilt und in ihrem Tempel Jünglinge verführt. Florio erkennt, als sie an einer Ruine vorbeiziehen, die Stelle wieder, wo der Garten der schönen Dame war; er begreift, dass er das Opfer eines Spuks war und wendet sich Bianca zu.