Kurzinhalt, Zusammenfassung: Dr. Katzenbergers Badereise

Dr. Katzenbergers Badereise nach dem – fiktiven – Bad Maulbronn ist geplant als Straf- und Rachefeldzug gegen den dort ansässigen Brunnenarzt Strykius, der es gewagt hat, die Monstrenwerke des Doktors missgünstig zu rezensieren. Dass er dabei einer Gevatternschaft zu entkommen glaubt und nebenher seiner wissenschaftlichen Profession, dem Sammeln von anatomischen Kuriositäten und Missgeburten, nachgehen kann, sind willkommene Beiwerke, denen er, wie es sich im Laufe der Reise herausstellen wird, alles andere unterzuordnen bereit ist. Ebenso willkommen, weil für die Kosten der Reise verantwortlich, ist ihm als Reisegefährte der weitbekannte Bühnendichter Theudobach, der sich allerdings unter dem Pseudonym des eigenen Namens, Herr von Nieß, vorstellt, da er inkognito im Bad seine eigene Ankunft vorbereiten möchte.

Nach einer turbulenten Fahrt, während der sich Nieß erfolglos um die dritte Mitreisende, Katzenbergers Tochter Theoda, bemüht, und die dem Doktor eine schwer erkämpfte "veritable ausgestopfte Mißgeburt" beschert, setzt nach der Ankunft im Bad die Verwechslungskomödie ein, die im doppelten Namenspiel des Dichters angelegt ist. Der sorgsam inszenierte Auftritt des Dichters misslingt völlig, als der wirkliche Theudobach, ein Festungsmathematiker, auftaucht, der nicht nur den Dichter bloßstellt, sondern auch das Herz Theodas für sich gewinnen kann.

Katzenbergers Ziele erfüllen sich nur zum Teil. Der Gevatternschaft, die der nachgereiste Mehlhorn ihm anträgt, kann er sich nicht erwehren, Strykius jedoch treibt er in die Enge. Von den Prügeln, die der Doktor ihm androht, kann sich dieser durch das Lösegeld einer sechsfingrigen Hand freikaufen, mit der Katzenberger gutgelaunt den Heimweg antritt.

Theudobach und Theoda, die ihm bereits vorausgeeilt sind, gewährt er schließlich das Eheversprechen, nachdem er vom Mathematiker mit einer Höhle voller Bärenknochen geködert worden ist.