Kurzinhalt, Zusammenfassung "Soll und Haben" von Gustav Freytag

Anton Wohlfart und Veitel Itzig, Söhne eines kleinen Beamten und eines armen Juden, beginnen gleichzeitig in Breslau ihre Lehre. Anton tritt schon früh in das angesehene Handelshaus T. O. Schröter ein und schlägt eine Karriere als ehrbarer Geschäftsmann ein; Veitel Itzig dagegen, skrupellos und habgierig, sucht sein Glück bei dem Makler und Spekulanten Hirsch Ehrenthal, doch er richtet nach erfolgreichen Anfängen seine Laufbahn selbst zugrunde.

Als der begüterte Herr von Fink in die Firma Schröter als Volontär eintritt, wird Anton Wohlfart durch ihn mit der adeligen Lebensweise vertraut gemacht und lernt den Freiherrn von Rothensattel und dessen Tochter Leonore kennen. Bald stellt sich heraus, dass der Reichtum dieser Familie nur Schein ist. Der Freiherr lässt sich auf dubiose Spekulationen mit den Betrügern Itzig und Ehrenthal ein und ruiniert sich damit endgültig. Anton Wohlfart übernimmt die Aufgabe, die Güter des Freiherrn zu liquidieren. Es gelingt ihm, den Betrug der Spekulanten aufzudecken und den Verlust wiedergutzumachen, und er versucht, dem Freiherrn mit dem restlichen Vermögen eine neue Existenz in Polen aufzubauen. Der betrügerische Veitel Itzig geht hingegen zugrunde.

Als Anton Wohlfart um die Hand der Tochter des Freiherrn Rothensattel anhält, wird er zugunsten des Herrn von Fink abgewiesen – der adelige Standesdünkel des Freiherrn lässt sich trotz aller Verdienste Wohlfarts nicht brechen. Anton kehrt zur Firma Schröter zurück und heiratet Sabine, die Schwester seines einstigen Lehrherrn. Als Teilhaber der Firma eröffnet er ein neues 'Soll-und-Haben'-Konto.