Theodor Fontane / Biographie


Neben Effi Briest ist noch ein zweiter Roman geradezu zum Markenzeichen Fontanes geworden: Der Stechlin. Fontane arbeitet bereits daran, während er den Roman einer Berliner Familie, Die Poggenpuhls, schreibt, der 1896 erscheint. Ende 1897 beginnt die Zeitschrift Nord und Süd mit dem Vorabdruck, und 1898 folgt die Buchausgabe. An den internationalen Erfolg von Effi Briest kann Fontane mit diesem Werk, in dem er noch einmal den Geist des märkischen Junkertums beschwört, nicht anknüpfen – auch wenn es heute zu den bedeutendsten Werken der deutschen Literatur gerechnet wird.

In den letzten Tagen seines Lebens gibt es noch ein erfreuliches familiäres Ereignis für den alten Fontane: Seine Tocher Mete, das Sorgenkind, verlobt sich wider Erwarten doch noch. Die Verlobungsfeier findet am 16. September 1898 in der elterlichen Wohnung statt, die Mutter nimmt nicht daran teil. Vier Tage danach, am 20. September, scheidet Theodor Fontane friedlich und ohne Todeskampf aus dem Leben.